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Stammpflanze: Lavendula officinalis CHAIX et VILL: = Lavendula angustifolia MILL., Lamiceae
Der Lavendel ist heimisch am gesamten Mittelmeer, wird in den französischen und italienischen Seealpen kultiviert. Die Arzneibücher des deutschsprachigen Raumes bezeichnen es als Droge die vor der vollständigen Entfaltung gesammelten Blüten mit Kelch. Lavendel ist ein kleiner, immergrüner Halbstrauch.
Der Lavendel existiert in zahlreichen Varietäten, die sich morphologisch und in der Zusammensetzung des dazugehörigen ätherischen Öles unterscheiden. Als offizielles Öl wird das von der wildwachsenden Variation delphinensis bezeichnet. Die Parfumölindustrie verwendet das aus Lavendula officinalis destillierte Lavendelöl (Linalylacetat 30-50%,
Linalool und geringe Mengen Borneol, Isoborneol, 1,8-Cineol und Campher), das von Lavendula latifolia VILL. stammende Spiköl (wenig Linalylacetat und hoher Anteil 1,8-Cineol sowie Campher, Borneol und Linalool) und das aus der Hybride beider Pflanzen Lavendula hybrida gewonnene Lavandinöl (Jahresproduktion ca. 1000 t).
In der Volksmedizin schreibt man dem Lavendel beruhigende Eigenschaften zu. Blätter und Blüten wurden von den Römern zur Beduftung ihrer Bäder verwendet: Lavendula leitet sich vom lateinischen lavare ab. Der ganzen Palette von Kosmetika verleihen Parfumöle mit Lavendel-, Lavandin- und Spiköl Frische, Fülle und Natürlichkeit.
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